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Dortmunder Piratenpartei unterstützt freien OB-Kandidaten Andreas Blaschke

 

Mit überwältigender Mehrheit hat sich die Dortmunder Piratenpartei am Sonntag, den 10 Januar 2010 für eine Unterstützung von Andreas Blaschke entschieden. Der Parteilose hatte als unabhängiger Kandidat bei der Dortmunder Oberbürgermeister-Wahl im letzten Jahr über 2000 Stimmen erhalten.

In einer für diese Entscheidung einberufenen Vollversammlung der Partei gab es nach Blaschkes Ansprache zunächst noch Klärungsbedarf, aber der Kandidat für die Wiederholungswahl zum Dortmunder Oberbürgermeister überzeugte anschließend auf ganzer Linie. "Mit einem fast einstimmigen Wahlergebnis habe ich nicht gerechnet, zumal ich immer wieder deutlich gemacht hatte, dass ich selbst keiner Partei angehören möchte."

Die inhaltlichen Überschneidungen sind groß. "Niemand schreibt sich politische Transparenz so auf die Fahnen wie die Piratenpartei", sagt Jan Dörrenhaus, Unterhändler der Partei und Co-Autor der Vereinbarung, und beschreibt damit den großen gemeinsamen Nenner: "Andreas Blaschke hat Intransparenz als eines von Dortmunds größten Problemen erkannt."

Aber auch in Sachfragen sehen die Beteiligten eine große Schnittmenge. Als "gute Grundlage für einen Einstieg in die Kommunalpolitik" begrüßte daher auch der speziell zur Versammlung angereiste NRW-Parteivorstand Arndt Heuvel die Entscheidung und ergänzt: "Zur Kommunalwahl hatte sich die Partei noch zurückgehalten, aber der Dortmunder Oberbürgermeister-Skandal macht deutlich, wie wichtig lokales Engagement ist."

Die Piratenpartei Deutschland wurde 2006 gegründet und ist seither auf über 11000 Mitglieder angewachsen. In Nordrhein-Westfalen sind es bereits 2100, Tendenz stark steigend. Der Dortmunder Stammtisch ist einer der traditionsreichsten und mit regelmäßig mehr als 25 Teilnehmern einer der größten und aktivsten der Piratenpartei in Nordrhein-Westfalen. Interessierte Gäste und Journalisten sind dort herzlich willkommen.